Aktuelles

Vorstandwahlen 2009 beim Heimatverein-Lingener-Land. 
Bereits ab 1986, dem Gründungsjahr des heutigen „Heimatvereins-Lingener-Land“, war Alois Demann aus Freren, als zweiter Vorsitzender dieses Vereins tätig. Aber schon vorher, ab dem Jahr 1979 war er in der Vororganisation dieses Vereins als Vorstandsmitglied aktiv tätig. Somit kann man ihn als Urgestein in der Heimatforschung im Altkreis Lingen bezeichnen. Nun hatte er aus persönlichen Gründen darum gebeten, aus der Vorstandsarbeit entlassen zu werden. Natürlich hat man so etwas zu akzeptieren. Für seinen bisherigen Einsatz bekam er vom Vorsitzenden Manfred Dauber einen herzlichen Händedruck und ein kleines Präsent und von allen anwesenden Vorstandsmitgliedern der Heimat- vereine im Altkreis Lingen einen kräftigen Applaus.

 

Für ihn war nunmehr ein neuer zweiter Vorsitzender zu wählen. Der Vorsitzende Manfred Dauber schlug Hermann Schipper, der in Salzbergen als 1. Vorsitzender des Heimatvereins tätig ist, vor. Weitere Vorschläge wurden nicht eingebracht. Hermann Schipper ist bereit diesen Posten anzunehmen. Die Wahl für Schipper war einstimmig.
Hermann Schipper dankte alle Anwesenden für das ihm entgegengebrachte Vertrauen.

Der Vorstand des Heimatvereins-Lingener-Land im Jahre 2009.
Von links:  Josef Tegeder – Schriftführer
  Hermann Schipper – 2. Vorsitzender
  Manfred Dauber – 1. Vorsitzender
  Alois Demann – ausgeschiedener 2. Vors.
  Aloys Langenhorst - Kassenführer

Fahrtenseminar 2009 nach Bremerhaven.

 

Pünktlich um 7.30 Uhr setzte der Busfahrer der Firma Meyering seinen mit 57 Personen vollbesetzten Bus in Bewegung, um uns nach Bremerhaven zu bringen, dem Ziel unseres Fahrtenseminars am 25.04.2009. An der gleich beginnenden angeregten Unterhaltung war zu erkennen, dass alle Mitfahrer eine gute, hoffnungsfreudige Stimmung für den Tag mitgebracht hatten. Auch der Wettergott hatte für uns einen schönen, sonnigen Tag in Planung. Da unser Weg nicht nur über die Autobahn führte, konnte teilweise auch das Geschehen am Wegesrand gesehen und diskutiert werden. Jedenfalls wurde es nie langweilig im Bus.

Um etwa 10.00 Uhr standen wir mitten in Bremerhaven und konnten einen Stadtführer mit an Bord nehmen, der uns jetzt die Stadt und vor allem das Hafengebiet zeigen sollte. Da Bremerhaven eine verhältnismäßig junge Stadt mit etwa 120 000 Einwohnern ist, legte er richtigerweise das Hauptaugenmerk für uns auf den Hafenbereich. Hier kamen wir aus dem Staunen vorerst gar nicht mehr heraus. Bremerhaven gehört wohl zu den größten Umschlaghäfen in Deutschland. So werden hier jährlich 7.5 Millionen PKWs verschifft. Allein auf den Plätzen und in den Hallen der bekanntesten Automarken stehen zurzeit 120.000 Neuwagen, die auf dort auf ihren Abtransport warteten. Uns wurde erklärt, wie die Verladung vor sich geht und dass die Verladung der PKWs fast nur von Frauen durchgeführt werde. An diesem Tage lagen dort drei Autotransport-Schiffe, mit der Kapazität von zwei mal 4.000 Autos und einmal 7.000 PKWs. Weiter waren andere Fahrzeuge wie Busse und Militärfahrzeuge, Landmaschinen und sonstige Gefährte zu sehen die auf ihren Transport in andere Länder warteten. Dazu kam das riesige Container Terminal, auf dem aber, wegen der schlechten Finanzlage in dieser Zeit, weniger Container angeliefert, und so frei gewordene Flächen zurzeit als Parkplätze genutzt werden. Weiter war zu erkennen, dass die größeren und kleineren Werften doch noch zu tun hatten, denn die verschiedenen Docks waren alle mit Schiffe belegt. Auch ein etwas älterer Kreuzfahrer der Meierwerft lag dort vor Anker, der für 50 Millionen neu aufgetakelt wurde. Für uns und unserem Stadtführer verging die Zeit wie im Fluge. Wir mussten aber, um unsere Terminplanung einzuhalten, gegen 11.30 Uhr die Stadtbesichtigung beenden.


Direkt am „Deutschen Auswanderer Haus“ endete wie vorgesehen unsere Rundfahrt. Hier war unser Mittagessen bestellt, welches wir bei herrlichem Sonnenschein und einer leichten Brise auf der Terrasse einnahmen. Da wir bereits am Morgen auf der Hinfahrt, aus drei angebotenen Gerichten unser Essen auswählen konnten, wurde schnell und problemlos serviert, so dass wir eine Stunde später die Führung durch das Auswanderer Haus gestärkt antreten konnten.


Von Bremerhaven aus sind in der Zeit zwischen 1830 und 1974 über 7,2 Millionen Menschen, überwiegend in die neue Welt, nach Amerika ausgewandert. Im größten Erlebnismuseum Europas zum Thema Auswanderung, werden dem Besucher hier die Lebensgeschichten von Auswanderern erzählt und in vielen Details nachempfunden.

Wir hatten nun ein neues, fremdes Erleben, sicherlich ähnlich, wie es die damaligen Menschen hatten, die ihre Heimat verlassen haben, mit dem großen Unterschied, dass es für uns nur ein Besuch war. Die ersten Räumlichkeiten sind so empfunden, wie es gewesen sein kann, nachdem die Auswanderer ihren Ausgangspunkt Bremerhaven erreicht hatten und auf den Transport über den großen Teich warteten. Dann kam die besonders eindrucksvolle Darstellung des Abschiednehmens zwischen sonstigem Ladegut der Schiffe von den Angehörigen, die bis hierher mitgereist waren – was aber auch den Abschied von der Heimat für den allergrößten Teil für immer, bedeutete. Über eine Treppe, die an einer nach gebauten Schiffswand auf das Schiff führte, gelangte man nun auf das Schiff, genauer in Räumlichkeiten, die dem tatsächlichen Stand der damaligen Zeit nachgebaut waren. Auch hier war plastisch dargestellt, wie eng und beschwerlich, vor allem für die minderbemittelten Auswanderer, so eine Überfahrt gewesen sein muss. Auch sind die besseren Klassen des Schiffes, also für Leute, die das alles bezahlen konnten, aufgebaut, so wie sie ausgesehen haben. Viele beeindruckende Dokumente säumten den Weg durch das ganze Haus. In einem Raum ist ein altes Archiv nachgebaut, in dem auch mehrere tausend Dokumente von Auswanderern lagern. In einem anderen, modernen Raum, hätte die Möglichkeit für uns bestanden, nach bekannten Personen zu forschen, die einmal diese Heimat verlassen haben. Leider blieb uns nicht die Zeit, intensiv daran zu arbeiten.

Im Internet finden Sie wesentlich mehr zu diesem obigen Thema unter - info@dah-bremerhaven.de

Danach war aber erst einmal Freizeit für alle angesagt. Die Mehrzahl der Gruppe strebte sicherlich einem Kaffee entgegen, um den Nachmittagskaffe mit einem Stückchen Kuchen zu genießen. Jeder hatte jedenfalls die Möglichkeit in 1 ½ Stunden das zu erledigen, was er gern wollte. Mit einer kleineren Gruppe fanden wir zum Mediterraneo, mit dem authentischen Ambiente eines mediterranen Stadtzentrums mit Piazza, wo wir uns am Brunnen mit Wasserspielen und unter Apfelsinenbäumchen unseren Kuchen schmecken ließen.


Um 15.45 Uhr erfolgte dann nochmals eine etwa 1 ½ stündige Hafenrundfahrt mit einer Barkasse, dessen Schiffsführer uns dann durch die drei Kaiserhäfen, dem Osthafen, dem Nordhafen, dem Wendebecken und den Verbindungshafen lotste, und nochmals aus der Sicht vom Wasser her das am Vormittag vom Bus aus gesehene zu dokumentieren. Bei Sonnenschein und nur leichtem Wind war die Fahrt ein Vergnügen.

Nach soviel schauen und staunen wollten fast alle noch nicht Abschied von Bremerhaven nehmen und somit ging es dann noch vor der Heimfahrt zu den Fischereihäfen. Der Hauptgrund für die meisten war, hier nochmals Fisch zu genießen oder für die daheim gebliebenen einzukaufen. Danach wurde nun doch Abschied genommen und die Heimfahrt angetreten. Ein wunderschöner Tag, mit vielen, vielen neuen Eindrücken, einem tollen Erleben dieser Stadt und hervorragender Unterhaltung in der Gruppe der Mitfahrer ging mit der Ankunft um 20.15 Uhr in Lingen zu Ende.

 

Vieles konnte man an einem Tag in Bremerhaven nicht besichtigen und erleben, wie das Historische Museum, den Zoo am Meer, das Atlanticum (Meerwasser Aquarium), die Museumsschiffe, das Deutsche Schiffahrtsmuseum oder das noch im Bau befindliche Klimahaus. Allein dieses würde reichen, ein weiteres Mal nach Bremerhaven zu kommen. Viele, die dabei waren werden nochmals hierher an die Küste fahren, um einiges wieder zu sehen oder anderes neu zu entdecken.

Tegeder Schriftführer

 

Fahrtenseminar 2007
Fahrt durch das Artland zum Goldenstedter Moor und Besichtigung des Hofes Elting-Bußmeyer in Badbergen/Vehs.

 

Gemäß dem Auftrag in der Frühjahrssitzung 2007 hatte der Vorstand des HV-LL eine Fahrt zum Goldenstedter Moor geplant.
Am Samstag, den 30. Juni 2007 war nunmehr der Termin für diese Tour. Obwohl der Wettergott uns am Morgen nichts Gutes bescherte, war er dann doch den ganzen Tag hindurch auf unserer Seite und brachte sogar zeitweise die Sonne zum strahlen.


Pünktlich um 9.30 Uhr setzte sich der Reisebus der Firma Meyering mit den gemeldeten 46 Teilnehmern in Bewegung Richtung Goldenstedt. Bewusst hatten wir hierfür nicht den Weg über Bundesstraßen gewählt. Denn die Fahrt sollte uns die sehenswerten Dinge am Wegesrand vermitteln, die abseits der Hauptstraßen liegen und aus einem fahrenden Bus wesentlich besser zu erkennen sind, wie aus einem PKW. Schade war allerdings, dass die Rhododendrenblüte vorbei war, denn diese hätte sicherlich öfters ein „ah“ oder „oh“ bei den Teilnehmern hervor gerufen.
Kurz nach 11.00 Uhr trafen wir dann beim Naturschutz- und Informationszentrum „NIZ“ im Goldenstedter Moor ein. Der erste Eindruck war für viele sicherlich nicht sehr begeisternd, weil dieses Zentrum nun einmal sehr abseits im Moor liegt und ringsum, auf den ersten Blick, nur ein paar Holzbauten zu sehen sind.


Nach der Fahrt hatten wir alle aber scheinbar erst mal eine Aufmunterung nötig. Dieses wurde mit dem Angebot zum Essen von Buchweizenpfannkuchen gern angenommen. Da diese hier nun einmal frisch gebacken auf den Tisch kommen, war es nicht ganz einfach, alle möglichst schnell mit diesen heutigen Leckerbissen zu versorgen. Zum Schluss konnten aber alle zufrieden sein, weil jeder die Menge an Pfannkuchen erhalten hatte, die er vertragen konnte. Bei der Ankunft in diesem „Haus im Moor“ standen bereits gefüllte Kaffeekannen auf den Tischen, sodass ein jeder die im Bus befallene Müdigkeit mit einer Tasse Kaffee vertreiben konnte. Gutes Schwarzbrot mit Preisselbeeren, für das Pfannkuchenessen vorgesehen, wurden aber sogleich probiert und wie man sehen konnte, hat es allen gut gemundet.
Zu diesem „Haus im Moor“ ist zu sagen, dass es die Seele und Mittelpunkt des Informationszentrums ist. Diverse Themenkomplexe werden an verschiedenen Modellen in diesem Haus abgehandelt. Im Übrigen findet sich im oberen Bereich des Hauses noch eine Bibliothek.


Nachdem nun alle ausreichend gesättigt waren, und erste Erkundungen im Umfeld des Hauses gemacht waren, erfolgte die Moorerlebnisfahrt unter der wirklich sachkundigen Führung einer dortigen Mitarbeiterin. Alle bestiegen nun erwartungsvoll das kleine Moorbähnchen mit den offenen Wagen und ab ging die Fahrt ins Moor, welches gleich mit einem kleinen Hallo, nämlich dem entgleisen eines der kleinen Wagen begann. Mit ein paar kräftigen Helfern war das sicherlich öfter vorkommende kleine Unheil schnell behoben. An jeder, für den Besucher interessanten Teil der Strecke wurde angehalten und mit fachkundigen Erklärungen versucht, uns Besuchern alles über dieses auch empfindliche Moorsystem näher zu bringen. Wir hatten etwas gehört über bäuerlichen und industriellen Torfabbau, über die Renaturierung der Flächen und natürlich über das normale wachsen eines Moores, ihres verlanden und über die Moose und Gräser, die so ein Moor beherrschen. Zum Tierleben im Moor wurden wir unterrichtet und konnten mit eigenen Augen das Leben verschiedener Vogelarten und das der Frösche bewundern. Für sicherlich viele Teilnehmer waren auch die Kreuzottern am Wegesrand, in der freien Natur, ein einmaliges Erlebnis. Nach etwa 1 ½ Stunden war diese lehrreiche Fahrt beendet und alle Teilnehmer waren sehr davon beeindruckt.
Nach weiteren eigenständigen Erkundungen im Bereich der Anlage waren viele gespannt auf den letzten Teil unserer Tagestour.


Der Bus brachte uns nach Badbergen-Vehs, mitten im Artland gelegen, auf den Hof Elting-Bußmeyer. Hier auf der früheren Diele (Tenne), die zu einem Restaurationsbetrieb mit etwa 150 Plätzen großzügig und stilvoll renoviert wurde, gab es für uns Kaffee und Kuchen. Dazu hatte sich der Besitzer des Hofes, der noch voll landwirtschaftlich bewirtschaftet wird, die Zeit genommen uns vieles zu erzählen über die dortige Gegend, das Artland und speziell über den Hof Elting-Bußmeyer. 


Nach Kaffee und Kuchen konnte jeder auf seine Art den Hof erkunden. Der Hofladen in einem alten Speicher bot Einkaufsmöglichkeiten. Im alten Backhaus unter hohen Eichen ist zusätzlich noch ein Hofkaffee eingerichtet. Oder aber das verweilen vor dem alten Giebel des großen Fachwerkhauses bringt den Besucher zum staunen. Sicherlich haben auch etliche Teilnehmer andere Kleinigkeiten für sich entdeckt, die sie nochmals wieder zurück zu diesem alten Hof bringen werden.

Am frühen Abend hat die Busfahrerin uns dann alle wohlbehalten wieder in Lingen aussteigen lassen.

 

Tegeder Schriftführer